KLIMA-MEDIA.de Pressespiegel & Infoblog

100% Erneuerbare Energien bis 2050

2050 ist die magische Jahreszahl. Bis zu diesem Jahr könnte Deutschland 100 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen, wenn die Politik dieses will und die entsprechenden Weichen stellt.

Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien sind die Zukunft – Foto: Dagmar Struß

Hierzu ist bereits einiges an Forschung betrieben worden. Die meisten Studien und Aussagen stammen aus sehr renommierten Quellen.  Doch selbst das Beratungsumfeld der Bundesregierung scheint Schwarz-Gelb nicht daran hindern zu können, die aktuellen Erkenntnisse wissentlich zu ignorieren, um der Kohle- und Atom-Lobby die Stange zu halten und die Förderung Erneuerbarer Energien zurück zu fahren.

Material:
2012 / 11

Fraunhofer ISE Studie: 100% Erneuerbare Energien für Strom und Wärme in Deutschland

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben erstmalig in einer Simulation auf Basis von Stundenzeitreihen ein denkbares deutsches Energiesystem untersucht, das gänzlich auf erneuerbaren Energien basiert.

Das Neuartige des Modells ist einerseits die ganzheitliche Betrachtung von Strom- und Wärmesektor, einschließlich der Reduktion des Energieverbrauchs durch energetische Gebäudesanierung. Andererseits wurde eine systematische Optimierung vorgenommen, um aus der Vielzahl denkbarer Kombinationen aus Technologien und Effizienz-Maßnahmen ein volkswirtschaftliches Optimum zu ermitteln.[...] zum kompletten Artikel

Studie 100% Erneuerbare Energien für Strom und Wärme in Deutschland (PDF)

2012 / 02

Energie 2050 – sicher, sauber, bezahlbar
Die Energiewende verbrauchergerecht gestalten

Die Energiewende wird nur gelingen, wenn sie von den Verbrauchern dauerhaft mitgetragen wird. Was hierfür nötig ist, will die Broschüre von Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) aufzeigen. Darin wird aufgeschlüsselt, wie die Energiewende verbrauchergerecht gestaltet werden kann; dabei geht es darum, bei der Umstellung auf Erneuerbare Energien Versorgungsengpässe zu vermeiden, Kostensteigerungen zu begrenzen und Mitwirkungsmöglichkeiten für Verbraucher und Bürger zu schaffen.

In der Broschüre wird beschrieben, wie Energie- und Mobilitätsdienstleistungen auszubauen sind, die den Verbrauchern Gewinne an Effizienz und Komfort bringen. Außerdem wird dargelegt, wie neue Wohlstandsmodelle mehr Lebensqualität bei geringerem Energieverbrauch ermöglichen können. [...]

Energie 2050 – sicher, sauber, bezahlbar (PDF)

2011 / 01

SRU-Sondergutachten zeigt der Bundesregierung Wege auf, 100% Erneuerbare Energien bis 2050 zu realisieren.

“Nur eine 100 % erneuerbare Stromversorgung ist wirklich nachhaltig“, sagte Prof. Dr. Martin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU), anlässlich der Übergabe des Sondergutachtens an Bundesumweltminister Röttgen.

„Diese ist langfristig realistisch und bezahlbar, wenn die Bundesregierung heute verlässliche Anreize für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, der notwendigen Speicher und der Netze setzt.“
Bereits im Mai 2010 hat der SRU auf der Basis von Szenarien unterschiedliche Möglichkeiten einer vollständig erneuerbaren Stromversorgung aufgezeigt. Der Übergang dorthin ist ohne eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke oder neue Kohlekraftwerke möglich. Das Sondergutachten macht nun Vorschläge zur Weiterentwicklung der politischen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. [...]

2010 / 07

Umweltbundesamt: Bis 2050 lässt sich die deutsche Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umstellen.

Dies ist mit der besten bereits heute am Markt verfügbaren Technik möglich.

Voraussetzung sei aber, dass der Strom sehr effizient genutzt und erzeugt wird, erläutert das UBA. Dieses zeige die UBA-Studie „Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen“. Um dies bis 2050 zu erreichen, plädiert das UBA für frühzeitige politische Weichenstellungen.

Die UBA-Studie (PDF)

2010 / 05

Der Sachverständigenrat Umwelt der Bundesregierung ist sich sicher: „Deutschland kann im Jahr 2050 zu hundert Prozent klimaschonend mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden.“ Das erklärte der Vorsitzende des SRU, Prof. Dr. Martin Faulstich, Mai 2010 im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages. Dort präsentierte der SRU seine Szenarien für eine regenerative Stromversorgung in Deutschland. Prof. Faulstich forderte: „Die Bundesregierung muss jetzt die Weichen für den Umbau des Energiesystems stellen.“

Der Energieexperte des Rates, Prof. Dr. Olav Hohmeyer, betonte: „Für die Übergangszeit sind weder Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke noch neue Kohlekraftwerke erforderlich. Die Brücke zu den erneuerbaren Energien steht bereits“.
Mit verschiedenen Szenarien zeigt der SRU, dass eine vollständig erneuerbare Stromversorgung bis 2050 zu wettbewerbsfähigen Kosten möglich ist. Dabei ist Versorgungssicherheit zu jeder Stunde des Jahres gewährleistet. Damit ergibt sich zugleich eine Chance für nachhaltige Innovationen, die den Standort Deutschland auch in diesem Bereich zukunftsfähig machen.

SRU-Papier: 100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar (PDF)

2010 / 04

Die Europäische Klimastiftung (ECF) veröffentlichte Mitte April 2010 eine von McKinsey erstellte Studie zur Stromversorgung der Zukunft.

Diese verdeutlicht, dass bis Mitte des Jahrhunderts in Europa ein Umbau des Elektrizitätssystems auf 100 Prozent Erneuerbare Energien möglich ist.

Aufmerksamkeit verdient die Studie insbesondere, weil sie mit sehr konservativen Zahlen der Energieindustrie rechnet und somit die Leistungsfähigkeit der Erneuerbaren Energien eher unter- als überschätzt. Sie wurde in Beratung mit den großen Energieversorgungsunternehmen und nach Gesprächen mit einigen Nichtregierungsorganisationen, darunter Germanwatch, erstellt. Die Ergebnisse verantworten allerdings alleine McKinsey und die Europäische Klimastiftung.

Die Studie “Roadmap 2050″ (engl.)

2010 / 03

Eine weitere Studie aus seriöser Quelle zeigt ein Szenario auf, das ab 2050 die Stromnutzung aus rein erneuerbaren Energien für ganz Europa ermöglicht.

Wenn ein leistungsfähiges europäisches Fernübertragungsnetz und ein vereinter Elektrizitäts-Binnenmarkt geschaffen werden und mit ähnlichen Netzen und Märkten in Nordafrika verbunden werden, können bis zur Mitte des Jahrhunderts Erneuerbare Energieträger in großem Maßstab genutzt werden.

Das geht aus einem von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers veröffentlichten Bericht hervor. Eine Gruppe von Energie- und Klimaexperten des Unternehmens hatte gemeinsam mit Wissenschaftlern vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und dem European Climate Forum mögliche Transformationen des europäischen und nordafrikanischen Stromsektors untersucht. Die Umstellung auf Erneuerbare könnte Energiesicherheit bieten, die Stromerzeugung dekarbonisieren und Energiearmut verringern, heißt es in dem Bericht.

Das ganze Gutachten (pdf / engl.)

2009 / 12

Laut einer Studie des wirtschaftsnahen Fraunhofer-Instituts sind 80 Prozent Reduzierung von Treibhausgasen machbar.

Das Ziel, den globalen Temperaturanstieg durch Strategien gegen den Klimawandel auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, ist laut der Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Europa technisch und wirtschaftlich umsetzbar. Die Treibhausgas-Emissionen können in Europa bis 2050 um 80 Prozent reduziert werden. Diese Ergebnisse liefert die ADAM-Europa-Studie, die das Fraunhofer ISI im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt hat.

Ein weiteres Fazit der Studie ist, dass ein Ausbau der Kernenergie oder von Carbon-Capture-and-Storage (CCS) im Energiesektor nicht erforderlich ist.

Die Studie “ADAM 2-degree scenario for Europe – policies and impacts” finden Sie hier. (PDF, engl.)

2009 / 11

Das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie unterbreitet einen Vorschlag zum Kopenhagener Klimaabkommen. Es sieht die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 2°C gefährdet, wenn nicht schnell grundlegende Maßnahmen ergriffen werden. Bis zum Jahr 2050 müssen darum die globalen Emissionen im Vergleich zu 1990 um 80% reduziert werden. Angesichts des zu erwartenden Anstiegs der Weltbevölkerung auf 9 Milliarden Menschen bedeutet das: Jede Person auf der Erde kann in 2050 nur noch 1t CO2-eq. pro Jahr emittieren. Da die Treibhausgase aus der Landwirtschaft, z.B. aus Reisanbau und Rinderhaltung, nur begrenzt gemindert werden können, werden Emissionen aus fossilen Brennstoffen und Industriegasen bis 2050 vermutlich auf praktisch Null gesenkt werden müssen.

Papier des Wuppertal-Instituts zu einem effektiven wie gerechten Klimaabkommen (PDF/ engl.)

2009 / 10

Die Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte der europäischen Regierungen sind der Meinung, dass Verkehrswege und Stromnetze einen Beitrag zu den langfristigen Klimaschutz- und Biodiversitätszielen der Europäischen Union (EU) leisten müssen. Es gibt einen internationalen Konsens, den globalen Temperaturanstieg auf 2°C zu begrenzen. Das erfordert Missionsverminderungen in den Industrieländern von insgesamt 80 bis 95%.

Insbesondere der Strom- und Verkehrssektor müssen klimaneutral werden. Die Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte sind sich darin einig, dass dies nur erreicht werden kann, wenn die erneuerbaren Energien bis 2050 zur Hauptenergiequelle werden. Aus diesem Grunde haben die Räte der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten unter anderem folgende Empfehlungen ausgesprochen:

  • Einen Fahrplan mit klaren Ausbauzielen für die erneuerbaren Energien über 2020 hinaus und der Sicherung des vorrangigen Netzzuganges für Strom aus erneuerbaren Energien.
  • Hohe Investitionen und eine stärkere politische Unterstützung für die Flaggschiffprojekte der transeuropäischen Stromnetze: hierzu gehören das Nordseenetz für die Anbindung der Offshore-Windenergie und der Mittelmeersolarplan für die Anbindung der Wind- und Sonnenenergie des südlichen Mittelmeeres.
  • Die Schaffung eines europäischen Netzbetreibers für die Hochleistungsfernverbindungen.
  • Folgenabschätzungen für alle energiepolitischen Fördermaßnahmen und Entscheidungen der EU und der Mitgliedstaaten im Hinblick auf ihre Verträglichkeit mit den Ausbauzielen der erneuerbaren Energien: Die Bundesregierung sollte dies vor allem im Hinblick auf die zu befürchtenden Überkapazitäten an Grundlastkraftwerken (Kohle- und Kernkraftwerke) bei der Erarbeitung ihres geplanten Energiekonzeptes berücksichtigen.

Stellungnahme der 19 Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte aus 11 europäischen Ländern (PDF).


Die Studie des WWF: „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050“ liefert ein Navigationssystem zum Klimaschutzziel 2050 und zeigt, dass Emissionsminderungen von 95 Prozent möglich und bezahlbar sind.

Hier finden Sie die komplette Studie “Modell Deutschland” (PDF)

Hier lesen Sie die Kurzfassung der Studie (PDF-Datei)

Hier finden Sie ein Hintergrundpapier zur Studie mit den kompakten Kernaussagen (PDF)

2009 / 09

Greenpeace legte eine Klimaschutzstudie vor, die zeigt, dass Deutschland gemessen am Basisjahr 1990 bis 2050 90 Prozent der Emissionen einsparen kann.

Mit dem Greenpeace-Konzept verringert sich auch die Abhängigkeit von Energieimporten bis 2050 um 95 Prozent.

2009 / 06

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen stellt fest, dass der notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien mit hohen Anteilen von Kohle oder Kernkraft an der Stromversorgung nicht vereinbar ist.

SRU: Die Stromversorgung in Deutschland steht vor entscheidenden Weichenstellungen. Ein großer Teil der fossil betriebenen Kraftwerke und die Atomkraftwerke werden in den kommenden Jahren vom Netz gehen und müssen durch neue Kapazitäten ersetzt werden. Diese neuen Kraftwerke haben wiederum eine Lebensdauer von dreißig bis fünfzig Jahren. Die Investitionen der nächsten Jahre werden somit die Treibhausgasemissionen aus der Stromerzeugung bis zur Mitte des Jahrhunderts bestimmen. Sie dürfen die langfristigen klimapolitischen Ziele Deutschlands nicht gefährden.

Die Vorstellung, dass nur ein “ausgewogener Energiemix” die Stromversorgung gewährleisten könne, ist weit verbreitet. Tatsächlich zeichnet sich aber ab, dass Grundlastkraftwerke auf der Basis von Kohle und Uran nicht mit der teilweise stark fluktuierenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen zusammenpassen. Als Ergänzung zu erneuerbaren Stromquellen werden stattdessen gut regelbare Kraftwerkstypen benötigt.

Aus Sicht des SRU ist es möglich, den Strombedarf in Deutschland langfristig vollständig auf der Basis erneuerbarer Energien zu decken.

Das Thesenpapier des SRU “Weichenstellungen für eine nachhaltige Stromversorgung” finden Sie hier.


Greenpeace: Solarthermische Kraftwerke können zukünftig dreimal mehr Strom produzieren als alle Atomkraftwerke weltweit. Und dies sauber, sicher und ohne Folgekosten. Bis 2050 könnten Solarkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 1.500 Gigawatt installierter Leistung bis zu 7.800 Terrawattstunden Strom produzieren. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 haben alle 439 Atomkraftwerke der Welt gemeinsam 2.600 Terrawattstunden Strom erzeugt.

Greenpeace Studie: “Sauberer Strom aus den Wüsten – Globaler Ausblick auf die Entwicklung solarthermischer Kraftwerke 2009″ (PDF)

Dieses Greenpeace-Papier “Wüstenstrom – von der Vision zur Wirklichkeit” enthält einen Überblick zur Studie sowie die entsprechenden Forderungen (PDF).

Stand: Februar 2012

“Nur eine 100 % erneuerbare Stromversorgung ist wirklich nachhaltig“, sagte Prof. Dr. Martin Faulstich, Vorsitzender des <a href=”http://klima-media.de/who-is-who/sachverstaendigenrat-fuer-umweltfragen-sru/” target=”_blank”>Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU),</a> anlässlich der Übergabe des Sondergutachtens an Bundesumweltminister Röttgen.
<div style=”float: left; width: 210px;”><img title=”SRU Sondergutachten” src=”http://klima-und-umwelt.birdfish.de/wp-content/uploads/2011/01/sru-sondergutachten1101.jpg” alt=”Übergabe des Sondergutachtens an Minister Röttgen ” />
<span class=”bildunterschrift”>Übergabe des Sondergutachtens an Minister Röttgen – Foto: Thomas Trutschel / photothek.net</span></div>
„Diese ist langfristig realistisch und bezahlbar, wenn die Bundesregierung heute verlässliche Anreize für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, der notwendigen Speicher und der Netze setzt.“
<strong>Bereits im Mai 2010 hat der <a href=”http://klima-media.de/who-is-who/sachverstaendigenrat-fuer-umweltfragen-sru/” target=”_blank”>SRU</a> auf der Basis von Szenarien unterschiedliche Möglichkeiten einer vollständig erneuerbaren Stromversorgung aufgezeigt. Der Übergang dorthin ist ohne eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke oder neue Kohlekraftwerke möglich. Das Sondergutachten macht nun Vorschläge zur Weiterentwicklung der politischen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen:</strong>