KLIMA-MEDIA.de Pressespiegel & Infoblog

Ban Ki-Moon gründet für UN ein High-Level Panel zum Thema globale Nachhaltigkeit

Freitag 20. August 2010 von birdfish

Generalsekretär der UN, Ban Ki-Moon, hat jetzt ein High-Level Panel zum Thema globale Nachhaltigkeit ins Leben gerufen.

Armut in asiatischen Großstädten
Wohnen auf der Straße. Klimawandel verschärft Armut in asiatischen Großstädten – (c) qayyaq / Pixelio

Es soll die Situation armer Menschen verbessern und dabei die Problematik der Klimaveränderung berücksichtigen und eine umweltfreundliche Wirtschaftsentwicklung sicherstellen.

Ban gab den 21 Mitgliedern, die sich aus Vertretern von Regierungen, dem privaten Sektor und der Zivilgesellschaft reicher und armer Länder zusammensetzen, die Anweisung, in größeren Dimensionen als bisher zu denken, da die Zeit der beschränkten Agenden und einseitigen Betrachtung vorbei sei. Dabei gelte es, ein kohlenstoffarmes Wachstum zu fördern, die Folgen des Klimawandels einzudämmen und sich den Herausforderungen von Armut, Hunger, Wasser- sowie Energiesicherheit zu stellen.

Das Panel soll praktische Lösungen erarbeiten, die in institutionelle und finanzielle Abkommen einfließen. Ende 2011 soll das Panel in Vorbereitung auf die jährliche Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und die für 2012 geplante UN Konferenz für Nachhaltige Entwicklung seinen abschließenden Bericht vorlegen.

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UN-Klimaverhandlungen müssen mit dem Tempo des Klimawandels mithalten

Samstag 7. August 2010 von birdfish

Zum Ende der UN-Vorbereitungskonferenz für den nächsten Klimagipfel in Cancún wird sichtbar, dass das Tempo der Klimaverhandlungen nicht mit dem der Zunahme von Wetterextremen mithält.

Christoph Bals / Germanwatch
Christoph Bals: ‘Von den USA werden nun klare Aussagen erwartet’ – Foto: Germanwatch

“Die Häufung von Wetterextremen mit Überschwemmungen in Pakistan, extremer Hitze und Waldbränden in Russland sowie großen Dürren und Überschwemmungen in China zeigt, wie dringlich entschiedenes Handeln ist. Doch von dieser Dringlichkeit ist bei den Klimaverhandlungen wenig zu spüren”, so Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

“Bisher bestehen viele Verhandler noch auf Extrempositionen und suchen nicht nach Kompromissen. Die Kluft zwischen dem, was derzeit passiert und dem, was als Ergebnis angestrebt wird, ist noch allzu groß”, erklärt Bals. Beim Klimagipfel in Cancún sollen im Dezember erste Arbeitspakete verabschiedet werden: In den Bereichen Anpassung, Regenwaldschutz, Technologie und für einen Klimafonds. Zugleich sollen die Verhandler ein Mandat erhalten, um ein Jahr später in Südafrika ein rechtlich verbindliches Abkommen mit Klima- und Finanzzielen für Industrieländer und verbindlichen Aktionsplänen für Schwellenländer zu erreichen. “Dieser Zeitplan ist in Frage gestellt, wenn ab jetzt nicht wesentlich konstruktiver verhandelt wird”, sagt Bals weiter.

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Schwierige UN-Klimaverhandlungen nach Scheitern des Klimagesetzes in den USA

Dienstag 3. August 2010 von birdfish

Unter veränderten Vorzeichen begann gestern in Bonn eine neue Runde der UN-Klimaverhandlungen.

Christoph Bals / Germanwatch
Christoph Bals: ‘Von den USA werden nun klare Aussagen erwartet’ – Foto: Germanwatch

Zum einen kann das erwartete Klima- und Energiegesetz bis zum Klimagipfel in Cancún Ende des Jahres nicht im US-Senat verabschiedet werden. Damit fehlt in den USA auch die notwendige Umsetzungsstrategie für die in Kopenhagen zugesagten Reduktionsziele der CO2-Emissionen. Es ist unklar, wie die amerikanische Regierung diese jetzt umsetzen will. Zum anderen stellt sich die Frage, ob die EU und China angesichts der weiter sichtbar werdenden Politikunfähigkeit der USA in den kommenden Monaten eine Führungsrolle im internationalen Klimaschutz übernehmen.

“Es ist ein positives Signal, dass die US-Verhandlungsleitung bei informellen Vortreffen in Mexiko und Bonn deutlich gemacht hat, dass sie weiter zu ihren Versprechen von Kopenhagen steht. Die internationale Gemeinschaft erwartet nun klare Aussagen, wie das umgesetzt werden soll”, kommentiert Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. So müsste die US-Regierung auch deutlich machen, wie sie ohne eine geregelte Versteigerung von Emissionsrechten ihren Anteil am internationalen Klimaschutz tragen will. Bis 2020 soll die internationale Finanzierung auf 100 Milliarden Dollar ansteigen.

“Die EU sollte mit China den Dialog suchen, um gemeinsam auch ohne Unterstützung aus den USA die notwendige Dynamik im internationalen Klimaschutz erzeugen zu können. Die USA und China könnten von einer internationalen Investitionswelle in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien stark profitieren. Eine gemeinsame politische Führungsrolle der EU und China könnte auch den Klimaverhandlungen einen neuen Schub bringen”, so Bals weiter.

Erneuerbare Energien spielen weltweit verstärkt eine wichtige Rolle für die Energiegewinnung. Ihre Vorreiterrolle bei erneuerbaren Technologien könnten sowohl die EU als auch China nutzen, um die neuen Rahmenbedingungen des Klimaschutzes zu gestalten. “Zunehmende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, immer mehr Arbeitsplätze, der Aufbau von Zukunftsindustrien – all das spricht für eine deutliche Führungsrolle beim Energieumbau. Der drohende Klimawandel zeigt, dass wir dabei keine Zeit zu verlieren haben”, erklärt Bals.

In dieser Woche wird in Bonn darüber verhandelt, welche Aktionspakete in Cancún beschlossen werden sollen und ob bis Ende 2012 in Südafrika ein neues Abkommen angestrebt wird. Im Einzelnen ringen die etwa 190 Staaten über Klimaschutzziele der Industrieländer, Klimaschutzaktivitäten der Entwicklungsländer, die Weiterentwicklung des Emissionshandels, die Ausgestaltung eines neuen Klimaschutzfonds sowie neue Institutionen für die Anpassung an den Klimawandel.

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Klimaverhandlungen: Werden Deutsche zu Finanzzusagen von Kopenhagen stehen?

Montag 14. Juni 2010 von birdfish

Bei den zu Ende gegangenen UN-Klimaverhandlungen wurde auf technischer Ebene der Weg frei gemacht für politische Fortschritte im internationalen Klimaschutz.

Wälder in Borneo
Schutz des Regenwaldes muss Teil des Abkommens sein – Foto: Alfred Patz / Pixelio

Ganz zum Schluss wurde der Entwurf für einen – allerdings in einigen wichtigen Punkten noch umstrittenen – Verhandlungstext präsentiert, der den Weg bahnen könnte für ein neues Klimaschutzabkommen.

“Jetzt wird klar, wie internationaler Fortschritt im Klimaschutz aussehen könnte. Verhandlungspakete zum Schutz des Regenwaldes, zur Unterstützung der vom Klimawandel besonders betroffenen Regionen sowie zu Technologiekooperationen könnten Ende des Jahres in Mexiko beschlossen werden. Zugleich könnte dort das Mandat erteilt werden für ein umfassendes, rechtlich verbindliches Abkommen ein Jahr später in Südafrika. Dieses könnte die zentralen Fragen der Reduktionsziele und der notwendigen großen Investitionspakete für Klimaschutz und Anpassung regeln. Der Rio-Plus-20 Gipfel im Jahr 2012 könnte die internationalen Klimaverhandlungen dann um eine weltweite Rahmensetzung für grünes Wachstum ergänzen”, kommentierte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

Nachdem die technische Verhandlungsebene den Weg frei gemacht hat, liegt der Ball nun bei der großen Politik. Setzt die G20 ein Signal für Klimafortschritt? Akzeptiert die EU ein 30prozentiges Reduktionsziel bis 2020? Setzen die EU und andere Industrieländer die in Kopenhagen versprochenen Investitionspakete für Klimaschutz und Anpassung auf die Schiene? “Die Glaubwürdigkeit Deutschlands steht bei den für die nächsten Tage geplanten Gesprächen zwischen Finanzminister Schäuble, Entwicklungsminister Niebel und Umweltminister Röttgen auf dem Spiel: Steht Deutschland zu den Finanzzusagen, die Grundlage des Kompromisses in Kopenhagen waren?”, so Bals.

Erfreulich war in Bonn, dass hinter den Kulissen auch Bewegung in das Verhältnis zwischen der EU und China kam. “Ein Durchbruch wäre es, wenn die EU und China gemeinsam das Signal aussenden, dass sie sich auch ohne große Fortschritte in den USA bewegen. Das würde zeigen, dass sie sowohl einen gefährlichen Klimawandel vermeiden und gleichzeitig die Nase vorn haben wollen beim wirtschaftlichen Wettrennen zu einem emissionsarmen Wohlstandsmodell”, ergänzte Sven Harmeling, Experte für Klima und Entwicklung bei Germanwatch.

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Erfolgreiche Anpassungsstrategien können dem Klimaprozess neue Dynamik bringen

Donnerstag 3. Juni 2010 von birdfish

Germanwatch und WWF haben am Rande der UN-Klimaverhandlungen eine Studie vorgestellt.

Armut in Afrika
Klimawandel verstärkt die Armut in Entwicklungsländern – Foto: Lothar Henke / Pixelio

Das Papier identifiziert die zentralen Elemente zum internationalen Umgang mit den Folgen des Klimawandels insbesondere für die ärmsten und besonders betroffenen Entwicklungsländer. Diese müssten eine zentrale Säule eines neuen internationalen Klima-Abkommens werden und könnten gleichzeitig den UN-Klimaverhandlungen eine positive Dynamik verleihen.

Sven Harmeling, Klimareferent bei Germanwatch und Hauptautor der Studie: “Der Klimawandel gefährdet schon heute die Ernähungs- und Wassersicherheit in Entwicklungsländern. Eine umfassende Anpassungsstrategie kann diesen Ländern wirkungsvoll dabei helfen, dass Investitionen in die Armutsbekämpfung und die Landwirtschaft nicht vom Klimawandel zunichte gemacht werden.”

In den UN-Klimaverhandlungen ist der Anpassungsbereich einer der Bereiche, die bereits in weiten Teilen eine große Übereinstimmung zwischen Entwicklungs- und Industrieländern aufweisen. Allerdings haben sich die Industrieländer noch nicht darauf geeinigt, durch welchen innovativen Finanzmechanismus die Finanzierung sichergestellt werden soll. “Wir erwarten von Deutschland und der EU klare Aussagen, etwa zu einer entsprechenden Abgabe auf den internationalen Flug- und Schiffverkehr”, erklärt Harmeling.

Dennoch zeigen die Szenarien, dass der derzeitige Verhandlungstext eine gute Basis bietet, um international eine wirkungsvolle Anpassungsstrategie zu beschließen. “Dieser Fortschritt könnte in den nächsten Monaten auch Verhandlungsfortschritte für andere Arbeitspakete befördern”, so Harmeling weiter.

“Es ist besonders wichtig, dass wir in den vom Klimawandel bedrohten Entwicklungsländern Anpassungsmaßnahmen realisieren. Mit Hilfe der in Kopenhagen versprochenen Gelder der Industrieländer können wir bei Projekten zur Anpassung an den Klimawandel vorankommen, und das ist für die ärmsten Entwicklungsländer von ganz zentraler Bedeutung”, kommentiert Sandeep Chamling Rai, Koordinator für Anpassungspolitik beim WWF International. Insbesondere für die kleinen Inselstaaten und die Entwicklungsländer, die sich immer größeren Risiken durch Wetterextreme ausgesetzt sehen, ist sowohl die Einrichtung eines internationalen Versicherungsmechanismus sowie eines Systems, um vom Klimawandel verursachte Schäden zu beheben, von zentraler Bedeutung. “Dies muss bis Cancun beschlossen und zügig umgesetzt werden”, so Sandeep Chamling Rai.

Studie “International action on adaptation and climate change” (engl.)

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Interessante Ausstellung zum Klimawandel: Hamburg House auf der Expo in Shanghai

Donnerstag 3. Juni 2010 von birdfish

Im Hamburg House auf der Expo in Shanghai ist eine publikumswirksame Ausstellung zum Klimawandel zu sehen.

Besucher am Klimaglobus
Besuch des Hamburg House am Klimaglobus

Unter dem Motto „Mit Wissen zum Handeln“ präsentiert sich eine interessante Ausstellung vom Climate Service Center und den Hamburger Klimaforschungseinrichtungen.

Highlights der Klimaausstellung im so genannten „Hamburg House“ sind eine eigens für die Weltausstellung durchgeführte Klimasimulation, die einen Blick in die Zukunft von Shanghai und Hamburg wagt, sowie ein interaktiver Globus, auf dem verschiedene Klimaszenarien in Jahresschritten bis zum Jahr 2100 zu sehen sind.

Die wissenschaftlichen Daten für diese weltweiten dreidimensionalen Klimasimulationen stammen von 20 verschiedenen Computermodellen und wurden von Mitarbeitern des Deutschen Klimarechenzentrums (DKRZ) visualisiert. Verschiedene Medieninstallationen, Schautafeln und ein Infokiosk ermöglichen darüber hinaus dem chinesischen und dem internationalen Publikum, sich ausführlich zu Fragen rund um das Klimathema und über die aktuelle Klimaforschung in Hamburg zu informieren.

Entwickelt wurde dieses Projekt für die Weltausstellung, die in diesem Jahr unter dem Motto steht „Better City, Better Life“ (Bessere Stadt, besseres Leben), als Gemeinschaftsproduktion der Hamburger Klimaforschungseinrichtungen. Daran beteiligt waren das am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht neu gegründete Climate Service Center, die Hamburger Niederlassung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie die im Exzellenzcluster CliSAP (Integrated Climate System Analysis and Prediction) tätigen Forschungsinstitute der Universität Hamburg wie das Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M), das Deutsche Klimarechenzentrum, das GKSS-Forschungszentrum Geesthacht mit seinem Institut für Küstenforschung und dem Norddeutschen Klimabüro.

Mit vereinten Kräften arbeiten diese in der Metropolregion Hamburg ansässigen wissenschaftlichen Institutionen daran, das Klima zu erforschen, zu analysieren und zu dokumentieren sowie die Öffentlichkeit darüber zu informieren.
Mit einem Symposium zum Thema „Vom Klimawandel zum Erdsystem-Management“ wird die Klimaausstellung im Hamburg House in Shanghai am 2. Juni um 14:00 Uhr offiziell eröffnet. Redner sind unter anderem: Martin Claußen, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie und CliSAP-Leiter, Guy Brasseur, Direktor des Climate Service Centers, sowie führende chinesische Klimaforscher.
Das Hamburg House bietet einen idealen Rahmen für eine Klimaausstellung. Es ist das erste zertifizierte Passivhaus-Neubauprojekt in China und setzt damit einen Standard für klimafreundliches Bauen in der Region. Erreicht wird dieser Standard unter anderem durch eine hochgedämmte, luftdichte Gebäudehülle mit gezielt gesetzten Öffnungen und Verschattungselementen. Die Energieversorgung wird über Erdwärme, Erdkälte und Sonnenenergie sichergestellt.

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Deutschland und die EU unter Beschuss bei aktuell stattfindenden Klimaverhandlungen

Dienstag 1. Juni 2010 von birdfish

Nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ist zu erwarten, dass die EU und Deutschland bei der gestern gestarteten Runde der UN-Klimaverhandlungen heftig unter Beschuss kommen wird.

Die Dürre schreitet voran
Dürre und Überschwemmungen schreiten stetig voran. Höchste Zeit zum Handeln. – Foto: Dagmar Struß

“Wenige Tage vor Verhandlungsbeginn hatten insbesondere der deutsche Wirtschaftsminister Brüderle sowie der deutsche EU-Kommissar Oettinger verhindert, dass die EU-Kommission ein Strategiepapier vorlegen konnte, wonach die EU ihre Emissionen ohne Wenn und Aber um 30% reduziert.” Erklärt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. Die Industrieländer müssten ihre Emissionen um mindestens 25-40% bis 2020 reduzieren, damit zumindest mit 50prozentiger Wahrscheinlichkeit das in Kopenhagen verkündete Ziel erreicht wird, den Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad zu begrenzen.

“Der deutsche Wirtschaftsminister setzt damit unsere gemeinsame Zukunft auf’s Spiel. Der Klimawandel wird weit teurer, als es Klimaschutz heute wäre. Mehr noch: Brüderle bremst die dynamischsten Wirtschaftsbranchen in Deutschland aus – die für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Statt dessen vertritt er die Interessen einiger weniger Branchen, die die Vergangenheit repräsentieren,” kommentiert Bals.

Zugleich fragen viele Delegierte aus den besonders betroffenen kleinen Inselstaaten, aus Afrika und Bangladesch, ob die EU und Deutschland zu ihren Finanzzusagen stehen werden. Diese hatte beim Klimagipfel in Kopenhagen ein milliardenschweres Investitionspaket angekündigt, um Klima- und Regenwaldschutz sowie die Anpassung der besonders betroffenen Regionen voranzutreiben.

“Die Zukunft des Klimas und die Zukunft der Menschen auf diesem Planeten sind systemrelevant. Wer in der deutschen Regierung sich diesem Investitionspaket für die Zukunft verweigert, verweigert sich seinem Amtseid: Schaden vom deutschen Volke abzuwenden”, so Christoph Bals.

Gestern begann in Bonn eine 14tägige UN-Verhandlungsrunde, um den nächsten UN-Klimpagipfel in Cancun (Mexiko) im Dezember vorzubereiten. Nachdem beim Klimagipfel in Kopenhagen sehr unzureichende Ergebnisse erzielt worden waren, soll nun bis Ende 2012 das notwendige, rechtlich verbindliche Abkommen erzielt werden. In Bonn sollen Vorentscheidungen getroffen werden, welche Bereiche Ende dieses Jahres bereits entscheidungsrelevant sein können: der Schutz des Regenwaldes, die Unterstützung der vom Klimawandel betroffenen Regionen hinsichlich Anpassung, Technologiekooperation und Aufbau von Handlungskapazitäten. Zentral wird die Frage sein, ob die Industrieländer bereit sind, die angekündigten großen Investitionspakete für den Schutz des Klimas und Regenwaldes sowie für Ernährungssicherheit und Schutz vor Wetterextremen tatsächlich umzusetzen.

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Christiana Figueres aus Costa Rica neue Klima-Exekutivsekretärin der UNO

Dienstag 25. Mai 2010 von birdfish

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat  Christiana Figueres aus Costa Rica dazu berufen, den Kampf der Vereinten Nationen gegen den Klimawandel aufzunehmen.

Christiana Figueres
Christiana Figueres (c) Eskinder Debebe / UN Photo

Als Exekutivsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) tritt sie die Nachfolge Yvo de Boers an, der nach dem enttäuschenden Klimagipfel von Kopenhagen das Handtuch warf und seinen Rücktritt verkündet hatte.

Figueres stammt aus einer Politikerfamilie. Ihr Vater, Begründer der Demokratie in Costa Rica, war hier mehrfach Präsident, ihr Bruder war Präsident in den 90er Jahren und ihre Mutter war Botschafterin in Israel.

Aber auch Christiana Figueres hat sich auf internationalem Parkett bereits einen Namen gemacht. Bereits seit 1995 ist sie an den Klimaverhandlungen beteiligt und fungierte als Unterhändlerin für UNFCCC und das Kyoto Protokoll.

Der nächste große Klimagipfel wird in Cancun, Mexiko stattfinden. Soll dieser zu größerem Erfolg führen als jener in Kopenhagen, wird Christiana Figueres nopch großes diplomatisches Geschick beweisen müssen.

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