Mittwoch 8. September 2010 von birdfish
Alle Länder der Erde sind auf die eine oder andere Weise vom Klimawandel betroffen.
Hier beginnen wir eine Sammlung von Klimawandelfolgen aus aller Welt.
Allgemeines
Leben mit dem neuen Stress – Der Klimawandel wird zur katastrophalen Normalität
Naturkatastrophen werden im fortschreitenden Klimawandel zur Normalität.
Eine Bestandsaufnahme der ZEIT nach dem Hochwasser 2011 von Bangkok.
ZEIT Online vom 6.11.11
Europa
Mittelmeerraum
Forschungen zu zunehmender Dürre trotz Starkregens, Versalzung des Grundwasser. Veränderungen können zu ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Konflikten führen
Die vom Forschungsnetzwerk CLIWASEC seit Anfang 2010 durchgeführten Untersuchungen lassen erkennen, dass die betroffenen Länder in Zukunft mit einer deutlichen Temperaturzunahme insbesondere der Minimum- und Nachttemperaturen in allen Jahreszeiten rechnen müssen. Außerdem ist trotz häufigerer Starkregenereignisse eine deutliche Abnahme der Niederschlagsmenge zu erwarten. Dies wird in Verbindung mit einem steigenden Meeresspiegel zu stärkeren Überschwemmungen, zunehmender Versalzung des küstennahen Grundwassers sowie fortschreitendem Verlust fruchtbarer Böden führen. Am Beispiel des besonders gefährdeten westlichen Nil-Deltas erläuterten die Wissenschaftler, wie diese massiven Veränderungen zu ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Konflikten führen können. Die Folgen eines Klimawandels, die auf die Kernsektoren der regionalen Wirtschaft im Mittelmeerraum wirken (z.B. Landwirtschaft, Energie, Tourismus), werden zudem auch in anderen, mit dem Mittelmeerraum ökonomisch und politisch vernetzten Ländern spürbar werden – unter anderem in Bayern. [...]
Artikel und weitere Infos bei klima-media
Alpen
Gletscherschmelze und ihre Folgen: Deutsch-österreichisches Verbundprojekt zu Gesteinsbewegungen in den Alpen
Welche Auswirkungen die rasch voranschreitende Gletscherschmelze in den Alpen auf die Bewegung von Gesteinsmassen hat, untersuchen deutsche und österreichische Wissenschaftler in einem Verbundprojekt, das vom Lehrstuhl für Physische Geographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) koordiniert wird. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch der Identifizierung möglicher Naturgefahren und der weiteren Entwicklung des Untersuchungsgebietes in Österreich dienen. [...]
Quelle und kompletter Artikel: Kath. Uni Eichstätt vom 03.11.11
Gefährlich nah an der Null-Grad-Grenze
In den Alpen ist der Gletscherschwund am größten
Eine Studie im Fachmagazin “Nature Geoscience” geht der Frage nach, wie viel Eis Gletscher im Zuge der Klimaerwärmung verlieren könnten. Dabei differenzieren die Autorinnen in 19 Weltregionen. Von allen Gebirgsmassiven werden die Alpen demnach das meiste Eis einbüßen.
Nirgendwo sonst werden Gebirgsgletscher so empfindlich auf die Klimaerwärmung reagieren wie in den Europäischen Alpen. Das ist das Ergebnis der neuen Modellstudie, die die Fachzeitschrift “Nature Geoscience” jetzt veröffentlicht. [...]
Quelle und kompletter Artikel: Deutschlandradio vom 10.01.11
Asien
China
Schwere Dürre in Chinas Kornkammer
Weltweite Auswirkungen auf Preise befürchtet
Eine für den Getreideanbau wichtige chinesische Provinz leidet derzeit unter der schwersten Dürre seit mindestens 40 Jahren. Mindestens die Hälfte der Anbaufläche, zwei Millionen Hektar, sei bereits von der Wasserknappheit betroffen, teilte die Verwaltung der Provinz Shandong am Montag mit. Die Dürre könnte weltweite Auswirkungen haben.
Mehr als 240.000 Menschen und 107.000 Nutztiere hätten den Zugang zu Trinkwasser verloren, sie würden von Feuerwehrautos mit Wasser versorgt. In vielen Gegenden habe es seit vier Monaten keinen Niederschlag mehr gegeben, hieß es auf Internetseite von Shandong. [...]
Kompletter Artikel in RP Online vom 24.01.11
Zentralasien
“Wasserknappheit und Klimawandel in Zentralasien
Gefahr für die ehemaligen mittelasiatischen Sowjetrepubliken?”
Ein Länderbericht der Konrad-Adenauer-Stiftung - 23. 08. 2010
Zum Länderbericht (PDF)
Südamerika
Brasilien
Das wasserreiche Amazonas-Becken wird zunehmend zur Region mit Dürreperioden
Die Region hat 2010 erneut eine Jahrhundertdürre erlebt – die zweite innerhalb von nur sechs Jahren. Britische und brasilianische Forscher stellten fest, dass ein noch größeres Gebiet unter extremer Trockenheit litt als 2005.
Das Amazonas-Becken mit seinen zahlreichen Flüssen, vor allem dem Amazonas selber, gehört normalerweise zu den wasserreichsten Gebieten der Erde. Seine ausgedehnten Urwälder sind als CO2-Speicher unverzichtbar für das Klima. Doch die massive Entwaldung für Rinderweiden und Soja-Anbau zeitigt bereits Folgen. Sie gilt als mitverantwortlich für die extremen Wetterereignisse der vergangenen Jahre. [...]
klima-media Artikel vom 27.02.12